Herbstwandern im Weinbaugebiet Thermenregion

Ein wunderschönes Gebiet, welches ich heuer, sei es nun auf dem Fahrrad oder zu Fuß erkundet habe, ist das Weinbaugebiet Thermenregion rund um Baden bei Wien.

Die ersten Eindrücke dieser Gegend habe ich bei meinen diversen Fahrradtouren nach Wien entlang des „Euro Velo 9“  und des „Weingartenradweges“ vernommen. Eine wunderschöne Kulisse, aus nie enden wollenden Weinbergen, teilweise am Fuße kleiner Hügel, wie zum Beispiel dem „Pfaffstättner Kogel“ oder der in diesem Gebiet höchsten Erhebung, dem „Anninger“ mit 675m.

Der Pfaffstättner Kogel

 

Auf die Idee, dort wandern zu gehen kam ich dann eher zufällig, als ich mit meiner Hündin Akira im Auto auf dem Weg in Richtung Wachau war, um auf die Ruine Aggstein zu gehen, mich aber dann im Helenental doch dazu entschieden habe, mir die Landschaft bei Baden einmal anzusehen.

Ich kam dann schließlich in einem Ort namens „Einöde“ an, wo ich dann linkerhand einen überfüllten  Parkplatz und gelbe Wanderwegweiser sah. Ich suchte mir dann entlang der Hauptstraße eine Parklücke, weil ich unbedingt wissen musste, was auf diesen Wegweisern stand (bin bei Rad- und Wanderwegmarkierungen immer sehr neugierig) und mir mit meiner Hündin sowieso ein wenig die Füße vertreten wollte. Einer dieser Wegweiser führte uns dann in Richtung der „Proksch Hütte“ am Pfaffstättner Kogel. Ich muss zugeben, dass ich vom Aufstieg etwas überrascht war, da die Wege nach oben eher an ausgespülte Sturzbachbetten erinnern, bei denen sich auch die ein oder anderen Mountainbiker, denen ich begegnet bin, überschätzt haben.

Aber alles in allem braucht man jetzt keine sonderlich gute Kondition, um auf diesen Hügeln zu wandern. Was ich jedoch empfehlen würde, ist festes Schuhwerk. Allerdings sollte das bei einem Wanderausflug selbstverständlich sein. Für die Bergabpassagen verwende ich auch sehr gerne einen Wanderstock, da dieser die Knie entlastet.

Wieder unten im Flachland angekommen

Nicht weniger schön ist auch die Landschaft um den Pfaffstättner Kogel und den Anninger, an denen sich zahlreiche Weingärten erstrecken. Vom Fahrrad Rastplatz in Traiskirchen, wo es rundum diverse Parkmöglichkeiten gibt, gingen wir (meine Frau, meine Hündin und ich) den Wiener Neustädter Kanal stromabwärts in Richtung Gumpoldskirchen. Dort angekommen sieht man auf der anderen Seite des Kanals schon ein großes, einladendes Schild: „Weinort Gumpoldskirchen“.

An diesem Schild vorbei kommt man zu einer Pferdekoppel, einem Eselgehege und ein paar hundert Meter weiter noch ein Gehege mit Ziegen, Kamerunschafen etc….. Jetzt ratet mal, wer dann ewig lang herumgestanden hat und die Tiere gestreichelt und geknuddelt hat! Richtig: Ich! Die sind ja sooo süß! 😀

 

 

Ein besonderes Flair strahlt auch der Ortskern von Gumpoldskirchen mit seinen Pflasterstraßen, Brunnen und Gebäuden aus. Um die Runde zu komplettieren, kann man am Kirchenplatz durch eine Seitengasse auf den „1. Wiener Wasserleitungsweg“ gelangen. Diesen gehen wir dann entlang, bis wir bei „Schaflers Ausschank“ ankommen. Dort biegen wir links ab und gehen nur noch geradeaus, bis wir bei unserem Auto sind, was aber noch eine Weile dauern kann. Auf diesem Weg von Gumpoldskirchen bis zum Auto in Traiskirchen gibt es zahlreiche Schenken direkt in den Weinbergen, bei denen man schnell auf die Zeit vergessen könnte.

Fazit:

Meiner Meinung nach ein wunderschönes Gebiet für entspannte Spaziergänge und kleine Wanderungen. Eine wunderschöne Landschaft und gute Einkehrmöglichkeiten, welche jedoch meist nur bei Schönwetter geöffnet haben.

Von diesen Einkehrmöglichkeiten besonders empfehlen möchte ich den Heurigen „Weingut Böck“ in Pfaffstätten, welcher neben traditioneller Heurigenkost, auch warme Speisen serviert. Am Ortsende von Pfaffstätten direkt an der Weinstraße kann man sich bei Schönwetter nach einer langen Wanderung in der „Reb Lounge“ stärken. Wenn man Süßweine mag, sollte man sich dort eine Spätlese vom „Zierfandler“ bestellen. Meiner Meinung nach einer der besten Süßweine in der Gegend. Vorsicht, wenn Ihr mit dem Auto unterwegs seid! 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

Das war’s  vorerst zu diesem Thema!

Vielen Dank fürs Lesen!

Ich freue mich über Euer Feedback! Für Empfehlungen aller Art von Ansässigen habe ich ebenfalls jederzeit ein offenes Ohr! 🙂

Liebe Grüße

Thomas

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