Einmal Myrafälle und zurück…..

Dieses Mal war ich mit dem Rad im Piestingtal zu den Myrafällen unterwegs.

Es war wie fast immer, eine spontane Entscheidung, da ich eigentlich vor hatte, mit dem Motorrad eine Marchfeld/Wachau Runde zu drehen, um eventuell frischen Spargel direkt vom Bauern zu holen. Eine Unternehmung, die ich ganz bestimmt noch vor Ende der Spargelsaison starten werde.

Aber genug davon. Jedenfalls nutzte ich meinen freien Tag dazu, mich wieder mit dem Fahrrad auszutoben. Als Ziel setzte ich mir dieses Mal die „Myrafälle“ in Muggendorf, die man gut über den „Piestingtal-Radweg“ erreichen kann. Um dahinzukommen konnte ich entweder den gemütlichen Weg über die Bundesstraße nehmen oder die „sanfte“ Erhebung über die Dreistetter Straße in Bad Fischau passieren.

Natürlich wählte ich zweiteres, da mein Schichtplan vor diesem Tag nicht zuließ, dass ich etwas derartiges unternehmen konnte und ich dadurch sowieso übermotiviert war. Eine zusätzliche Motivation ist es zu wissen, dass es ja auch auf der anderen Seite wieder hinunter geht. 😀

…..wenn das bergauf fahren nicht wäre……

Nachdem ich mich den steileren Abschnitt der Straße mit zirka acht km/h Durchschnittsgeschwindigkeit hochgestrampelt habe, setzte ich nach einer kurzen Trinkpause meine Tour in Richtung Dreistetten fort, wo es endlich bergab ging.  In der Ortschaft Markt Piesting angekommen, bog ich direkt neben dem gleichnamigen Fluss auf den wunderschönen „Piestingtalradweg“ ein.

Der Weg in Richtung Pernitz ist mit häufigen starken Steigungen und ebenso steilen Gefällen versehen.



Büste eines Mitglieds einer Industriellen-Familie aus dem 19. Jahrhundert aus Oed.

Der Duft von Bärlauch und vom Rauschen des Flusses umgeben kam ich schließlich an der etwas lauteren Bundesstraße an, der ich dann bis nach Pernitz folgte, wo mich die Beschilderung für den Radweg nach Muggendorf und somit zu den Myrafällen weiterführte.

In K.u.K. Zeiten noch mit „i“ geschrieben. Wie und warum aus den „Mirafällen“ schließlich die „Myrafälle“ wurden , kann man nur mutmaßen. Wahrscheinlich um eine Verwechslung mit dem „Mirafall“ am Ötscher zu vermeiden.

Neben dem Souvenirshop und der Kassa befindet sich der Aufgang zu den Wasserfällen.

….der Weg zurück….

Einer der Vorteile, die ich als Schichtarbeiter habe ist es, dass ich solche Orte während der Woche besuchen kann und nicht an Wochenenden, wo gerade Ausflugsziele, wie die Myrafälle hoffnungslos überrannt sind. So konnte ich mich in Ruhe auf eine Bank setzen und mich neben dem Rauschen des Wasserfalls ausruhen und die Seele baumeln lassen.

Nach einiger Zeit machte ich mich dann auf den Heimweg, der weniger beschwerlich als der Hinweg war, da man in Richtung Wiener Neustadt mehr Ab- als Aufwärtspassagen befahren muss.

Pernitz liegt auf 430 Meter Seehöhe und Wiener Neustadt auf 260 Meter. Kein wirklich gravierender Höhenunterschied, jedoch auf Dauer merkt man diesen schon sehr stark.

Am Ende der Radtour belohnte ich mich natürlich wieder mit dem obligatorischen Eisbecher. Trotz der 75 Kilometer, die ich zurückgelegt habe, was für mich ein persönlicher Rekord ist, war von Erschöpfung keine Spur. Im Gegenteil, ich bin nun motiviert, noch größere Trips zu unternehmen.

Wie man anhand der Daten unten erkennen kann, bin ich eher der gemütlichere Radfahrer, der gerne mal an einem schönen Platz stehen bleibt, eventuell ein Foto aufzunehmen oder die Umgebung ein Wenig zu Fuß zu erkunden.

Wenn ich etwas vor habe, ist es mir sehr wichtig, dass es mir Spaß macht und mich entspannt. Sei es nun das Radfahren, das Wandern oder auch dass ich hier diese Zeilen schreibe….

Vielleicht konnte ich ja den ein oder anderen auch dazu ermuntern, sich wieder einmal aufs Fahrrad zu setzen und die Natur zu genießen.

Falls Du es bis hierher geschafft hast: Danke fürs Lesen! 😀

LG Thomas

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